11 Gründe wieso Koreaner Masken tragen

Mund-Nasen-Schutzmasken sind in Korea ein sehr üblicher Alltagsgegenstand. Es gibt sie in jedem Supermarkt, Apotheke, Kiosk etc. zu kaufen (zumindest bevor es die verschärften Regelungen wegen der COVID-19 Krankheit gab). Anders als hierzulande, empfinden Koreaner das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit und im Alltag als deutlich weniger unangenehm oder störend. Sie sind einfach an diese Masken gewohnt und tragen sie schon seit Jahren. Das gilt übrigens nicht nur für Südkorea. In vielen asiatischen Ländern – darunter Japan und China – werden Schutzmasken auch alltäglich getragen.

Aber wieso gehören Schutzmasken zur Normalität in Asien? Klar, eines der offensichtlichen Gründe ist der Schutz vor Krankheiten und vor allem vor Epidemien wie COVID-19. Allerdings wirst du dich wundern, denn es gibt noch viel mehr Gründe für das Tragen der Masken dort. Und die meisten davon haben gar nichts mit Schutz und Gesundheit zu tun.

Hier sind 11 Gründe, wieso Koreaner Schutzmasken tragen. Sie tragen sie…

1. Um sich vor Krankheiten zu schützen: In Korea ist es recht üblich sich und andere durch das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken vor Erkältungen und der Grippe zu schützen. Sie tragen die Masken also nicht nur im Fall von schwerwiegenden Pandemien. Hinzu kommt, dass Südkorea im Jahr 2015 eine Epidemie – die MERS Krankheit – durchmachen musste. Zu dieser Zeit wurde das Tragen der Schutzmasken auch weitgehend zur Normalität.

2. Um sich vor Luftverschmutzung zu schützen: Zu bestimmten Zeiten im Jahr steigt die Menge an Feinstaub und Gelbem Staub in der Luft in Korea. Der Feinstaub wird hauptsächlich vom Nachbarland China herübergeweht, wo mitunter die Städte mit der weltweit stärksten Luftverschmutzung liegen. Der Gelbe Staub stammt hauptsächlich aus den Wüsten der Mongolei und Nordchinas, wo Sandstürme den Sand aufwirbeln und der Wind den Staub ins Land bläst. Zu diesen Zeiten wird der ganzen Bevölkerung in Korea geraten, draußen Schutzmasken zu tragen oder sogar im Haus zu bleiben. Selbst an Tagen mit verhältnismäßig geringer Luftverschmutzung tragen Koreanerinnen trotzdem die Maske, aus Sorge, dass der Feinstaub ihrer Gesundheit und ihrer Haut schadet.

3. Um sich vor Kälte zu schützen: Im Winter sieht man im Vergleich zum Sommer auch mehr Schutzmasken auf den Straßen Koreas. Denn manche Koreaner tragen sie dann zum Schutz vor der eisigen Winterkälte. Bei -15° Grad Celsius bleibt so zumindest die Nase schön warm.

4. Um stylish auszusehen: Mund-Nasen-Masken gibt es in Korea in sehr vielen verschiedenen Ausführungen. Selbst die medizinischen Schutzmasken gibt es in den verschiedensten Farben. Aber die größte Vielfalt finden wir bei den Stoff- und Textilmasken. Diese gibt es in allen erdenklichen Farben, Designs und Passformen. Sie sind ein offizielles K-Fashion Accessoire und vervollständigen oft das Outfit. Auch die Stars der K-Pop Szene tragen sie oft. Und das allein hat schon was zu heißen! Seit letztem Jahr sind besonders schwarze Masken angesagt. Sie passen zu jedem Outfit, stehen auch Herren sehr gut und verpassen jedem direkt eine mysteriöse coole Aura.

5. Um ihr ungeschminktes Gesicht zu verstecken: Koreanerinnen liegt sehr viel an ihrem ungeschminkten Gesicht. Viele fühlen sich entblößt, wenn sie Fremden ihr nacktes Gesicht zeigen. Wenn sie mal schnell aus dem Haus müssen und keine Zeit für Make-up haben, dann greifen sie gerne zu einer Schutzmaske.

6. Um ein kleineres Gesicht zu haben: Ein kleines Gesicht gehört ja zum Schönheitsideal in Korea. Je kleiner das Gesicht, desto proportionaler wirkt in der Regel der ganze Körper. So wird bei Models ein kleines Gesicht gern gesehen, weil der ganze Körper im Verhältnis länger und schlanker wirkt. Bei Frauen wird ein kleines Gesicht als niedlich empfunden. Es wundert einen also kaum, dass Mund-Nasen-Masken auch getragen werden, um die Illusion eines kleineren Gesichts hervorzurufen. Ist die Hälfte des Gesichts erst mal verdeckt, wirkt das ganze Gesicht automatisch kleiner.

7. Um eine V-Line zu erlangen: Ein weiteres Must-have im koreanischen Schönheitsideal ist die V-Line. Damit ist ein v-förmiges Kinn gemeint. Diese Gesichtsform wird als besonders schön und elegant empfunden. Deswegen gibt es in Korea tatsächlich Masken, die durch ihren Halt und ihre Passform das Entwickeln einer V-Line fördern. Solche Masken sind oft aus einem besonderen flexiblen Textil gefertigt und liegen am unteren Rand extra eng an. Manche haben auch einen separaten Teil, den man sich zusätzlich um das Kinn anlegt.

8. Um Schönheits-OP-Narben abzudecken: Gerade im Gangnam-Distrikt Seouls sollte man sich nicht wundern, wenn die Masken zum Abdecken von Wunden und Narben getragen werden. Denn dort befinden sich viele der Schönheitskliniken Seouls. Schönheits-OPs zum Anheben der Nase, Verändern der Form der Mundwinkel oder gar zum Verändern der Form des Kinns sind recht gängig in Korea. Auch viele Ausländer reisen nach Seoul um sich von renommierten Schönheitschirurgen operieren zu lassen.

9. Um Gerüche fernzuhalten: Viele Koreaner sind empfindlich gegenüber Gerüchen. So tragen sie die Masken z.B. zum Schutz gegen unangenehme Gerüche in öffentlichen Verkehrsmitteln oder großen Menschenansammlungen.

10. Um Reiseübelkeit zu verhindern: Bleiben wir beim Thema Gerüche. Reisekranke haben oft das Gefühl, dass die Gerüche in Autos, Bussen und Flugzeugen zu Reiseübelkeit führen. Das Tragen von Schutzmasken mildert diese Gerüche und macht das Reisen dadurch etwas angenehmer.

11. Um ihre Identität geheim zu halten: Wir meinen das hier keineswegs auf eine kriminelle Art. Die Rede ist von den Stars der K-Pop und K-Drama Szene. Um nicht erkannt zu werden, tragen viele koreanischen Stars Schutzmasken sobald sie in ihrer privaten Zeit in die Öffentlichkeit müssen.

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